Wie funktioniert das Endocannabinoid-System?

Endocannabinoid-System erklärt:

Das körpereigene Cannabinoid-System ist Teil des menschlichen Nervensystems und wird auch als Endocannabinoid-System (ECS) bezeichnet. Endogene Cannabinoide sind Teil des ECS, sie heften sich an verschiedene Rezeptoren im Körper. Diese Rezeptoren können an zahlreichen Stellen gefunden werden, beispielsweise im Nerven-, Atmungs-, Kreislauf- und Verdauungssystem.

 

Was macht das Endocannabinoid-System? 

Das System ist für die Regulierung verschiedener Prozesse in unserem Körper verantwortlich und hat daher einen großen Einfluss auf Stimmung, Appetit, Gedächtnis und entzündliche Prozesse in unserem Körper. Das System hält unseren Körper in einem gesunden Gleichgewicht, indem es die Cannabinoide verwendet, die an bestimmte Rezeptoren wie CB1 und CB2 binden. Die CB1-Rezeptoren helfen bei der Gedächtnisverarbeitung und Schmerzregulation und die CB2 wirken beispielsweise auf das Immunsystem.

Diese Effekte können durch pflanzliche Cannabinoide, wie sie in der Hanfpflanze vorkommen, verspottet oder verstärkt werden.

 

Entdeckung

Das System wurde 1922 am National Institute of Mental Health entdeckt. Es wurde erst nach der Exposition der Wirkung von exogenen Cannabinoiden entdeckt, die die Wirkstoffe der Hanfpflanze sind. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat körpereigene Cannabinoide entdeckt, die ähnliche Wirkungen haben. Obwohl in den letzten Jahren umfangreiche Forschungen betrieben wurden, sind die Wissenschaftler noch weit davon entfernt, das komplexe System zu verstehen.

 

Struktur

Das Endocannabinoid-System ist ein sehr komplexes System, das aus Rezeptoren, endogenen und exogenen Cannabinoiden und Enzymen besteht, die die Cannabinoide aufbauen oder abbauen.

Als Reaktion auf verschiedene Reize werden Endocannabinoide von den Zellen in unserem Körper gebildet. Indem sie an die Cannabinoid-Rezeptoren binden und diese aktivieren, erfüllen sie ihre Aufgabe. Die Endocannabinoide werden vom Körper nach getaner Arbeit wieder abgebaut. Dies hilft dem Körper, schnell auf Reize zu reagieren und die Wirkung des Endocannabinoid-Systems an die Bedürfnisse des Körpers anzupassen.

Die wichtigsten Endocannabinoide sind Anandamid und 2-Arachidonoglyzerin (kurz 2-AG).Sie binden an CB1- und CB2-Rezeptoren und lösen eine Reaktion in den entsprechenden Zellen aus. EtwasAktivitätenwirken aufunseren Endocannabinoid-Spiegel. Zum Beispiel produziert unser Körper beim Joggen mehr Endocannabinoide.Damit wir uns bei Aktivitäten wohl fühlen.

Die Kontrolle des Endocannabinoidsystems funktioniert normalerweise ohne externe Stimuli durch unsere endogenen Cannabinoide. Die pflanzlichen Cannabinoide, die das Endocannabinoid-System erhalten, können auch eine Reaktion in unserem Körper auslösen, zum Beispiel in der Cannabispflanze. Derzeit sind über 100 Cannabinoide der Wissenschaft bekannt. CBD, das uns natürlich erlaubt, Stress abzubauen und zu entspannen, ist eines der am besten untersuchten Cannabinoide.

 

CB1- und CB2-Rezeptoren

Die CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich im Gehirn zu finden, in Bereichen wie dem Hippocampus und dem Kleinhirn. Weitere CB1-Rezeptoren befinden sich im Fettgewebe, im Magen-Darm-Trakt und auch in der Muskulatur. Anandamid ist ein natürlicher Ligand der CB1-Rezeptoren, bei seiner Herstellung bindet es an die CB1-Rezeptoren und beeinflusst diese Prozesse:

  • Speicherverarbeitung
  • Regulierung des Schmerzempfindens
  • Motorsteuerung
  • Freude und Euphorie
  • Blutkreislauf
  • Verstand

CB2-Rezeptoren befinden sich überall im Körper und können im Immunsystem (z. B. Mandeln, Milz und weiße Blutkörperchen) sowie im Magen-Darm-Trakt gefunden werden. Einige sind auch im Gehirn zu finden, aufgrund der hohen Anzahl an CB1-Zellen sind die CB2-Zellen jedoch deutlich geringer.CB2-Rezeptoren werden im Körper durch das zweite Endocannabinoid 2-Arachidonoglyzerin (2-AG) aktiviert.Die CB2-Zellen reduzieren vor allem Entzündungsprozesse und Schmerzempfindungen, sie können auch beruhigend auf uns wirken.

 

Die Reaktion zwischen CBD und THC und unserem Endocannabinoid-System

Zu den Reaktionen der Pflanze ohne Endocannabinoid-System müssen noch umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Hanfpflanze auf unterschiedliche Weise damit reagiert.

 

CBD und das Endocannabinoid-System

CBD hat keine hohe Bindungskraft an die ECS-Rezeptoren und hat eine schwächende Wirkung von Cannabinoiden auf diese Rezeptoren. Dennoch kann CBD durch verschiedene Mechanismen wirken, wie zum Beispiel durch Bindung an den Serotonin-Rezeptor und eine positive Wirkung auf die Stimmung.

CBD hemmt die Enzyme, die für den Abbau unserer Endocannabinoide verantwortlich sind, wodurch beispielsweise der Anandamidspiegel in unserem Körper länger erhöht wird. Anandamid ist eines der wichtigsten Endocannabinoide im Körper und CBD hat daher eine natürliche unterstützende Wirkung auf die Funktion unseres ECS.

 

THC und das Endocannabinoid-System

THC bindet an die CB1-Rezeptoren, die sich hauptsächlich im Gehirn befinden. Daher wird THC eine psychoaktive Wirkung nachgesagt, die uns high macht. Es wird jedoch auch festgestellt, dass THC andere positive Wirkungen hat, die seine Verwendung in der Medizin, beispielsweise bei starken Schmerzen, erklären.e.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist die psychoaktive Wirkung jedoch unerwünscht, daher werden für diese Produkte Hanfextrakte ohne THC verwendet.